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Fünfter Gesang.
8j.
Der Andre hat, nicht wissend, ob sein StrebenRecht oder unrecht ist, nnr auf GebotDes Evelmuths sich in Gefahr begeben,
Um nicht zu dulden solcher Schönheit Tod.
Ich bringe nun der Unschuld Heil nnd Leben;Das Gegenthcil sey dem Verrath gedroht.
Doch erst, bei Gott! laß hemmen dort die FehdeUnd horche dann geneigt ans meine Rede,
85.
So wnßt' er sich dem König zu empfehlenDurch seines Ansehnö Würdigkeit nnd Kraft,Daß dieser gleich bewegt ward zu befehlen,
Es sey dem Kampf für jetzt ein Ziel geschasst.Und er begann dem König zu erzählen,
Den Reichsbaronen und der RitterschaftUnd allem Volk umher, durch welche RänkeDort Polyneß Gincrrens Unschuld kranke.
86 .
Drauf bot er an, durch den Beweis der MassenGleich darzuthun, wahrhaft sey der Bericht.
Man ruft den Polyneß; er kommt, mit schlaffenVerstörten Zügen, bleich im Angesicht;
Doch läugnet er nnd sucht sich anfznrassen.
Wohl, spricht Rinald, der Ausgang schaffe Licht!Der Platz war da, gerüstet beide Theile;
So schritten sie zum Zweikampf sond.er Weile»