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Theil 1 (1851)
Entstehung
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80

Dritter Gesang.

73 .

Indem sie reden, läßt das Meer sich schanen,

Wo bei Bordeaux sich die Garonn' ergießt.

Hier trennen sich die beiden edeln Frauen,

Wobei zum Abschied manche Thräne fließt.

Das Fräulein nun, voll Eifer und VertrauenDie Haft zu brechen, die den Freund umschließt,

Eilt, bis sie einst, da schon der Tag verschwindet,

Das Haus erreicht, wo sich Brunell befindet.

76 .

Kaum ihn gesehn, erkennt sie gleich Brunellen,

Deß Bild so klar vor ihrer Seele stand»

Woher? Wohin? befragt sie den GesellenUnd lauter Lügen macht er ihr bekannt.

Sie, schon gewarnt, weiß auch sich zu verstellen,

^ Fälscht Glauben, Namen, Stamm, Geschlecht und Land,' , Und zeigt sich ihm im Lügen nicht geringer,

Doch sieht dabei ihm fleißig ans die Finger;

77 .

Sieht ans die Finger ihm, von Furcht beklommenDaß seine Diebslist ihre Vorsicht höhnt;

Auch läßt sie ihn sich nicht zu nahe kommen,

Voraus belehrt, woran er sich gewöhnt»

So stehen sie, da wird ein Lärm vernommen,

Der Beiden gräßlich in die Ohren dröhnt.

Bald sag' ich, Herr, den Grund von dem Gebrause,

/ ^ Erst mach' ich im Gesang die schuiv'ge Panse.