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Dritter Gesang.
3 .
Auch gnüget nicht, um würdig es zu loben,Mein Saitenspiel; du mußtest das mir leih».Das du gebraucht, nach der Giganten TobenDem Könige des Aethers Dank zu weihn.Gewährst du beffres Werkzeug mir von oben,Geschickt, zu graben in so würd'gen Stein,
So soll dereinst in jenen PrachtgestaltenSich all mein Fleiß, all meine Kunst entfalten.
!
4 .
Ich will indeß die ersten rohen SchichtenNom Marmorblock mit grobem Meißel hau'n;Vielleicht das Werk vollkcmmner anszurichten,Darf ich nach bessrer Uebnng mir getrau'n. —Doch nun zurück zu jenem, der mit nichtenDurch Schild und Panzer wird sich sicher schan'n;Von Pinabel dem Maynzer will ich sprechen,
Der sich des Mords der Jungfrau wollt' erfrechen.
5 .
Der Frevler glaubt, das Fräulein, von der SteileHinabgestürzt, sich todt, wie er bezweckt;
Und schreckenbleich verläßt er sonder WeileDas grause Thor, das seine That befleckt,
Und wirst sich ans sein Pferd in banger Eile;
Und als ein Mensch, der voller Tücke steckt,
Entführt er noch das edle Roß der Schönen,
Um Schuld durch Schuld und Fehl durch Fehl zu krönen.