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Theil 1 (1851)
Entstehung
Seite
52
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Zweiter Gesang.

60 .

Sobald der Mahnzer in den Wald gekommen,Sinnt er darauf, dem Fräulein zn entgehn.

Gut, spricht er, wär's, eh ganz der Tag verglommen,Sich hier nach einer Herbcrg' nmzusehn.

Jenseits der Höhen (Hab' ich recht vernommen)

Muß ein vortrefflich Schloß im Thale stehn.

Dn, warte hier; ich will den Fels erklimmenUnd, wie es sey, nach Augenschein bestimmen.

70.

So spricht der Graf und spornt ans öden StegenSein Roß hinan zm» höchsten Felsengrat,

Und späht umher nach Mitteln oder Wegen,

Das Fräulein abzuziehn von seinem Pfad.

Da, siehe! gähnt ihm eine Höhl' entgegen,

Die in der Tics' an dreißig Ellen hat,

Senkrecht, mit Hack' und Meißel ausgehaucn;

Und tief im Grund ist eine Thür zu schauen.

7t.

Die weite Thür im tiefsten Schlund der GrubeGiebt breiten Eingang in geraumern Ort;

Und Heller Schein dringt aus der inner» Stube,Als brennten Fackeln in der Höhle dort.

Jndeß unschlüssig, still, der tück'sche BubeAm Eingang weilt, ritt Bradamante fort,

Damit sich seine Spur nicht ganz verliefe,

Und überrascht ihn hier am Rand der Tiefe.