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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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ben!" Und jeder gab sein wundes Herz dem andern hin aber der Tod wich vor ihrem Glanze zurück, und derEisberg, womit er den Menschen erdrückt, zerfloß aus ihrenwarmen Herzen; die Erde behielt zwei Menschen, die übersie als Berge aufsteigen, und ihr Ströme und Arzneienund hohe Aussichten geben, und denen die niedrige Erdenichts zuschickt, als Wolken.

Maria winkte träumend ihrem Sohne, weil nur ersolche Herzen fassen, tragen und beschirmen könne.

Aber warum lächelst du auf einmal so selig, wieeine freudige Mutter, Maria? Etwan, weil deine liebeErde, immer höher aufgezogen, mit ihren Frühlingblumenüber das Ufer der zweiten Welt herein wanket? weil lie-gende Nachtigallen sich mit heißbrütendcn Herzen auf kühleAuen drücken? weil die Sturmwolken zu Regenbogenausblühen? weil deine unvergeßliche Erde so glücklichist, im Putze des Frühlings, im Glanze seiner Blumen, imFreudengeschrei seiner Sänger? Nein, darum allein nicht;du lächelst so selig, weil du eine Mutter siehst und ihr Kind.Ist es nicht eine Mutter, die jetzo sich bückt und die Armeweit aufschließet und mit entzückter Stimme ruft:meinKind, komm wieder an mein Herz?" Ist es nicht ihrKind, das unschuldig im brausenden Tempel des Frühlingsneben seinem lehrenden Genius steht, und das der lächeln-den Gestalt zuläust, und das so früh beglückt und an daswarme Herz voll Mutterliebe gezogen, ihre Laute nicht ver-steht:Du gutes Kind, wie freust du mich! Bist du dennglücklich? liebst du mich denn? O sieh mich an, du Theu-rer, und lächle immerfort!" . . .

Iran Paul's ausgew. Werke. VIII.

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