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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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Und als ich niederficl und ins leuchtende Weltgebäudeblickte, sah ich die emporgehobenen Ringe der Riesenschlangeder Ewigkeit, die sich um das Welten-All gelagert hatte,und die Ringe sielen nieder und sie umfaßte das All doppelt dann wand sie sich tausendfach um die Natur undquetschte die Welten aneinander und drückte zermalmendden unendlichen Tempel zu einer Gottesacker-Kirche zusam-men und alles wurde eng, düster, bang und ein un-ermeßlich ausgedehnter Glockenhammer sollte die letzte Stundeder Zeit schlagen und das Weltgebäude zersplittern . . . .als ich erwachte.

Meine Seele weinte vor Freude, daß sie wieder Gottanbeten konnte und die Freude und das Weinen und derGlaube an ihn waren das Gebet. Und als ich aufstand,glimmte die Sonne tief hinter den vollen purpurnen Korn-ähren und warf friedlich den Wiederschein ihres AbendrotheSdem kleinen Monde zu, der ohne eine Aurora im Morgenaufstieg; und zwischen dem Himmel und der Erde streckteeine frohe vergängliche Welt ihre kurzen Flügel aus undlebte, wie ich, vor dem unendlichen Vater; und von derganzen Natur um mich flössen friedliche Töne aus, wie vonfernen Abendglocken.