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Christus nimmt einmal mehre fromme Menschen bei derHand und sagt: ihr habt auch unter Pilatussen gelitten. Jamancher Schein-PilatuS ist wol gar ein Messias." Lenettebesorgte heimlich, ihr Mann sei ein Atheist, wenigstens einPhilosoph. Er führte beide in Schlangen-- und Schrauben-gängen dem Kirchhof zu. Aber auf einmal wurden seineAugen feucht, als wenn er durch einen tiefen Nebel ginge,da er an das überblümte Grab der Mutter und mithin anseine Lenette dachte, die keine Hoffnung gab, eine zu werden.Er suchte die Wehmuth sich mit philosophischen Bemerkungenaus der Brust zu schaffen; daher sagt' er: „die Menschen„und die Uhren stocken, so lange sie aufgezogen werden für„einen neuen langen Tag, und er glaube, der dunkle Zwi-schenraum, womit der Schlaf und der Tod unsere Zustände„abtheile und absondere, wende das zu große wachsende Leuch-ten Einer Idee, das Brennen nie gekühlter Wünsche und„sogar das Zusammenfließen von Ideen ab, so wie die Pla-netensysteme durch düstere Wüsten, und die Sonnensysteme„durch noch größere auseinander gehalten werden. Der mensch-„liche Geist könne den unendlichen Strom von Kenntnissen,„der durch die ewige Dauer rinnt, nicht fassen, wenn er„ihn nicht in Absätzen und Zwischenräumen trinke — den„ewigen Tag, der unfern Geist blenden würde, zerlegen„Johannisnächte, die wir bald Schlaf, bald Tod nennen,„in Tagzeiten und fassen seinen Mittag in Morgen und„Abend ein."
Lenette wäre aus Furchtsamkeit lieber hinter der Got-tesackermauer weggelaufen; sie wurd' aber hineingeführt.Firmian nahm mit der in sich geschmiegten Frau einen Um-weg zum Strauß. Er warf die schmalen klaffenden knarren-