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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
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Himmel mit der Gafsenbeleuchtung der Stadt Gottes durchLampen aus Sonnen zog sie aus den engen Kreuzgängendes Marktfleckens in den ausgedehnten Schauplatz der Nachthinaus, wo man gleichsam das Himmelblau athmet und dieOstwinde trinkt. Jedes Stubenfest sollte man schließen undheiligen mit dem Kirchgang in den kühlen weiten Tempel,auf dessen Kirchengewölbe die Sternen-Musaik das ausge-breitete Heiligenbild des Allerheiligsten zusammensetzt. Sieschweiften umher, von vorauseilcnden Frühlingwindcn, dieden Schnee von den Bergen spülen, erfrischet und gehoben;die ganze Natur gab das Versprechen eines milden Winters,der die Hauöarmen ohne Holz sanft über das finsterste Vier-tel des Jahrs hinüberführt und den nur der Begüterte ver-wünscht, weil er blos den Schlitten und keinen Schnee be-stellen kann.

Die zwei Männer führten Gespräche, die der erhabnenGestalt der Nacht gehörten; Lenette sagte nichts. Firmianbemerkte,wie nahe und wie klein liegen setzt die jämmer-lichen Austerbänke, die Dörfer, neben einander; wenn wirvon einem Dorf zum andern reisen, so kömmt uns der Steigso lang wie einer Milbe der ihrige vor, wenn sie sich aufder Landkarte vom Namen des einen Dorfs zu dem des an-dern wälzt. Und höher» Geistern mag wol unsere Erdkugelein Erdball für ihre Kinder seyn, den der Hofmeister drehtund erklärt."Aber es kann, sagte Stiefel, sa noch klei-nere Erden als unsere geben, und überhaupt muß etwasan unserer sepn, da der Herr Christus für sie gestorben ist." Das drang wie warmes Blut in Lenettens Herz. Fir-mian sagte blos:für die Erde und die Menschen sind schonmehre Erlöser als einer gestorben und ich bi» überzeugt,