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dachte — mehr Tropfen aus der Augenhöhle herauf, alsnöthig sind, kleinere Kolibris zu erlegen. Jede erlogeneRührung wurde in ihm, wie in guten Schauspielern, einewahre und jede Schmeichelei ein Gefühl der Achtung. Erfragte, als er Tropfen genug im Auge und genug Seufzerin der Brust verspürte: „wissen Sie, warum ich weine?"Sie sah unschuldig- und gutmüthig-erschreckend auf in seineAugen, und ihre tropften. „Darüber (fuhr er aufgemuntert„fort), daß Sie kein so gutes Loos haben, als Sie verdie-nen." — Selbstischer Zwerg! fetzt hättest du die bange inallen Thränen einer langen Vergangenheit ertrinkende Seeleschonen sollen!
Aber er, der nur künstlerische, flüchtige, winzige Berir-schmerzen und nie erwürgende Qualen kannte, schonte diegequälte nicht. Was er indeß zur Brücke von seinem Her-zen in ihres machen wollte, den Kummer, das wurde geradeder Sch lag bäum; ein Tanz, oder irgend ein fröhlicherTaumel der Sinne hätte ihn bei dieser gemeinen recht-schaffnen Frau weiter gebracht, als drei Kannen selbstischerThränen. Er lud hoffend seinen blühenden, mit Kummerbefrachteten Kopf auf die Hände in ihren Schooß ab ... .
Aber Lenette schoß in die Höhe, so daß er kaum sichnachbringen konnte. Sie schauete ihm fragend in die Au-gen ... . rechtschaffne Frauen müssen, glaub' ich, eine eigneTheorie über die Blitze der Augen haben, um die gelben derHölle von den reinen des Himmels abzusondern — der Wüst-ling wußte von seinem Auge so wenig, wie Moses von sei-nem ganzen Antlitz, daß eS blitze. Ihr Auge fuhr gleichsamvor dem versengenden fremden zurück: cs ist aber auch meinehistorische Pflicht — da so viele tausend Leser und ich selber