Druckschrift 
8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
284
Einzelbild herunterladen
 

284

diese abgcnommen? Und wenn wir von dem ganzen Oliven-garten statt aller Früchte und Blüten nichts erhalten alsnur ein Blatt, soll uns dieses Friedcnblatt und diese Frie-dcntaube mehr geben, als Frieden, nämlich Hoffnung?

Firmian ging mit einer Brust voll wachsender Hoffnun-gen auf den Schießgraben zurück. Das Menschenherz, dasin Sachen deS Zufalls gerade gegen die Wahrscheinlichkcit-rechnungen kalkulirt, und das darum auf eine Terne hofft,weil es eine Ambe gewonnen denn daraus sollt' es ebendas Widcrspiel schließen oder das darauf zählt, die Ad-lerklaue zu holen, weil cs den Zepter dazu aufgclcsen, diesesim Fürchten und Hoffen unbändige Menschenherz brachteauch der Advokat auf den Graben mit.

Er erwischte aber die Klaue nicht. Nach den in einan-der gefalteten betenden Fängen oder Händen des Kapuziner-generalö, diesen Exponenten und Devisen zweier Vorderschin-kcn, feuerte Siebenkäs gleichfalls umsonst.

Es that nichts; es war noch immer mehr am Adler,als jetzo an Polen wäre, wenn man dieses oder sein Wap-pen es ist ein silberner im rothen Blutselde auf einemThrone oder einer Vogelstange in die Höhe richtete und voneiner Schützengesellschaft verschiedener Armeen abschießenließe.

Noch nicht einmal der Reichsapfel war herunter. Nro.69., ein schlimmer Vorfahr, H. Everard Rosa von Mcyern,hatte zum Schüsse angelegt er wollte diesen verbotenenApfel brechen ein solcher Stettiner und Fangball für Für-sten selber war ihm zu wichtig, als daß er des Gewinnsteswegen nach ihm hätte sangen wollen, ihn flammte blos dieEhre an er schoß .... und er hätte eben so gut rück-