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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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Firmian erinnerte sich noch recht gut, als war' es ihm gesternbegegnet, daß einmal er und seine Schwestern eine ganzehalbe Stunde unter dem Essen von diesem Streitflegel alter-nireud gedroschen wurden, weil das eine zu lachen anfing,indem um das andere ernste dieser lange Muskel flatterte.Noch heute erbitterte das Leder sein Herz. Ich sehe rechtgut den Nutzen ein, wenn Eltern und Lehrer es versuchen,mit dem organisirten Arm den leeren auszuhenken und ver-mittelst dieser Vereinigung und diesem Konkordat zwischenweltlichem und geistlichem Arm einen Zögling zu schlagen;aber nur muß allezeit geschehen; über nichts ergrimmenKinder mehr, als über neue Marterinstrumente oder übereinen neuen Spielraum der alten. Ein an Rückenstrafenund Lineale gewöhntes Kind darf nicht mit Ohrfeigen undnackten bloßen Händen angegriffen werden; ein an diese ver-wöhntes leidet wieder Lineale nicht. Der Verfasser dieserBlumenstücke wurde einmal in seinen früher« Jahren miteinem Pantoffel geworfen. Die Narbe von diesem Wurfebricht noch jetzt in seiner Seele auf, indeß er ordentlicherPrügel sich nur schwach erinnert.

Siebenkäs zog den Zuchtarm heraus und die Büchsedazu; aber welch' ein Fund lag darunter! Jetzo war ihmgeholfen. Wenigstens könnt' er doch zu Andreas mitschie-ßen in kürzer» Stiefeln und überhaupt konnte er docheinige Tage essen, was er wollte. Was freilich ihn undmich bei der ganzen Sache am meisten erstaunen läßt (er-klären lässet sich's aber immer), war blos, daß er nicht eherdaran gedacht hatte, da doch sein Vater ein Jäger war; wie-wol ich auf der andern Seite gern gestehe, daß dieser Tag