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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
261
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ich bin und bleibe deine Frau und halte das Kränzchen wiemein Leben fest."

Jetzt bewegte sich sein Herz ganz anders und sehr nachdem ihrigen zu; er versteckte es aber hinter die Frage, war-um sie so bald wiedergekommen. Die alte Sabel hörteer nun war nämlich bei dem Buchbinder gesessen; beidiesem wieder der Venner von Meyern, der gewohnt war,vom Pferde abzustcigcn und theils beim Buchbinder nachzu-sehen, welche Neuigkeiten die Damen da binden ließen undwie bunt brochiren, theils beim Schuhflicker das Bein mitdem Reitstiefel auf die Werkstatt zu stellen, und eine Stulpefester nähen zu lassen und nach allerlei zu fragen. DieWelt was doch nichts anders heißen kann, als so vielefleißige Zungendrescherinnen als Kuhschnappel für seine tau-ben Aehren auszuweisen hat kann allerdings aus allemmuthmaßen wollen, der Venner sei ein wirklicher Heinrichder Vogelsteller für mehr als eine Frau im Hause, welchesletzte wieder für ihn eine weibliche Voller« sei; aber ich ver-lange Beweise. Lenette ließ sich hingegen auf keine ein, son-dern ergriff ohne Weiteres eine fromme Flucht vor dem Vo-gelsteller Rosa.

Mit keiner sonderlichen Schamröthe über die Wandel-barkeit des MenschcnherzenS erzähl' ich weiter, daß jetzo Fir-mians zusammengedrückte Brusthöhle um viele Zolle weiterwurde und geräumig für ein bedeutendes Vergnügen, blosweil Lenette ihr Hochzeitkränzchen so fest gehalten und beidem Venner so kurz ausgehalten;sie ist doch treu, wennnicht warm, oder am Ende wol gar warm," sagte er sich.Er ließ ihr daher mit Freude ihren Willen und seinen dazu,das Kränzchen in Haus und Herz zu behalten. Darauf ließ