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ängstlicher Nordschcin überzieht, dessen ewige Sterne aber durchdaö nahe blutige dünne Gewitter brechen!
— Es waren nur noch einige Wochen auf das Andreas-schießen hin, auf daö Lenette alle ihre Wünsche vertrösteteund anwieö: glcichwol kam ein Tag, woran sic etwas schlim-meres wurde als traurig — trostlos.
Der Martinitag war's; an diesem sollte den aus Lcnet-tens Salzburg Ausgewanderten, den Tellcrtüchern, auch diePresse als ihre Oberin nachgehen; aber niemand im ganzenNeichöflecken wollte die Presse aunchmen. Nur Ein Jude bliebder einzige Anker der Hoffnung, weil in dessen Noahkastcnvon Kaufladen sich alle Thiere von Maaren hinein retteten.Zum Unglück aber suchte ihn die Tellertücherpresse geradean einem jüdischen Feiertage auf, den er strenger hielt alsjedes Wort. Morgen wollt' er sehen.
— Ist es aber nicht — man erlaube mir ein wichtigesWort zu seiner Zeit — eine äußerst gefährliche Nachlässig-keit der Regierungen, daß die jüdischen Fest- und Fasttage,und ihre andern gottesdienstlichen Zeiten jetzo, wo die Judenin deutschen Staaten gleichsam die Generalpächter und Me-tallkönige der Christen sind, nicht öffentlich und allgemeinzum Vortheil so vieler bekannt und verkündigt werden, welchebei ihnen borgen, oder sonst handeln wollen? Wer andersleidet dabei als gerade die angesehensten Klaffen, Personenvon Geburt, von Range, vom Stabe, welche an Festen vonHaman, von Ostern, von Tempeleroberung, von Gesetzes-Freude ihre Papiere bringen und Gelder suchen, aber keinedafür haben können? Sollten nicht in allen Kalendern —wie glücklicherweise längst in den berlinischen und baierischen