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gen Schmerze wahre Standhaftigkeit gibt, so ist ja die imfliehenden kaum eine.
Eine große, aber unverschuldete Landplage sollte unsnicht, wie die Theologen wollen, demüthig machen, sondernstolz. Wenn das lange schwere Schwert des Kriegs auf dieMenschheit niedersinkt, und wenn tausend bleiche Herzen zer-spalten bluten — oder wenn im blauen reinen Abend amHimmel die rauchende heiße Wolke einer auf den Scheiter-haufen geworfnen Stadt finster hängt, gleichsam die Aschen-wvlke von tausend eingeäscherten Herzen und Freuden: soerhebe sich stolz dein Geist und ihn ekle die Thräne unddas, wofür sie fällt, und er sage: „Du bist viel zu klein,gemeines Leben, für die Trostlosigkeit eines Unsterblichen,zerrissenes unförmliches Pausch- und Bogen-Leben — aufdieser aus tausendjähriger Asche geründeten Kugel, unterdiesen Erdengewittern aus Nebel, in dieser Wehklage einesTraums ist es eine Schande, daß der Seufzer nur mit sei-ner Brust zerstiebt, und nicht eher, und die Zähre nur mitihrem Auge." —
Aber dann mildere sich dein erhabner Unmuth und legedir die Frag^ vor: wenn nun der verhüllte Unendliche, denglänzende Abgründe und keine Schranken umgeben und dererst die Schranken erschafft, die Unermeßlichkeit vor deinenAugen öffnete und dir sich zeigte, wie er austheilt die Son-nen — die hohen Geister — die kleinen Menschenherzen —und unsere Tage und einige Thränen darin: würdest du dichausrichten aus deinem Staube gegen ihn und sagen: All-mächtiger, ändere Dich! —
Aber ein Schmerz wird dir verziehen oder vergolten:eS ist der um deine Gestorbnen. Denn dieser süße Schmerz