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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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und sehen nur von weitem auf die Berge hinauf, wo man,wie in Sommermitternächten auf denen der Polarlän-der, die unter den Horizont gefallene Sonne mit einem mil-den, gleichsam schlummernden Angesicht in der Tiefe glimmensieht. — Aber in solchem schlechten einsperrenden Wetterwar ihm statt des Trostes der Empfindung, der sich un-ter dem freien Himmel entwickelt, der Trost der Vernunftbcschieden, der in Treibscheiben der Stube fortkommt. Seingrößter, den ich jedem anlobe, war dieser: die Menschen ste-hen unter einer doppelten Notwendigkeit, unter der tägli-chen, die sie ohne Murren dulden, und unter der jährlichenund seltenen, die sie nur zankend tragen. Die tägliche undewig wiedcrkommende ist die, daß im Winter bei uns keinGetraide blühet — daß wir nicht einmal, wie so manchesVieh, Flügel tragen — oder daß wir vollends nicht uns aufdie Ringgebirge des Mondes stellen können, um von da heraban den meilentiefen Abgründen die hinabsteigende köstlicheSonnenbeglänzung zu verfolgen. Die jährliche oder selteneNotwendigkeit ist, daß eS in die Kornblüthe regnet, daßwir in manchen Erden-Sumpfwiesen nicht gut und daß wirzuweilen, weil wir Hühneraugen oder keine Schuhe haben,gar nicht gehen können. Allein die jährliche Notwendigkeitist ja so groß als die tägliche und es ist gleich unsinnig,sich gegen Schlaglähmung als gegen Flügellosigkeit zu sper-ren; alles Vergangne — und dieses allein ist der Gegen-stand der Qual — ist so notwendig und eisern, daß eS inden Augen eines höher» Wesens derselbe Unsinn ist, ob einApotheker über seine abgebrannte Apotheke murrt oder ober darüber stöhnt, daß er nicht im Mond botanisiren kann,

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