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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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nicht auf ein elendes wurmdünnes gezogenes Licht einzuziehen,wobei man nichts sicht als das einfältige Licht selber. Mor-gen wenden wir ohne Weiteres ein gegossenes auf."

Da ich einiges Verdienst dieser Geschichte darein setze,daß ich aus ihr nur Ereignisse von allgemeiner Wichtigkeitaushcbe und mittheile: so halte ich mich nicht lange dabeiauf, daß Abends das gegoßne Licht erschien und einen mattenZwist entzündete, weil der Advokat bei dieser Lichtkerze seineneue Lehre von der Lichteranzündung wieder zum Vorscheinbrachte. Er hegte nämlich den ziemlich schismatischen Glau-ben, daß jedes Licht vernünftiger Weise bloS am dicken Ende

vollends ein dickes anzuzünden wäre, und nicht obenam magern, und daß deswegen auch an allen Lichtern zweiDochte vorstächen; ein Brenn-Gesetz fügt' er hinzu

wofür ich wenigstens bei Weibern von Vernunft nichtsweiter anzuführen brauche als den Augenschein, daß ein herab-brennendes Licht wie herab brennende Schwelger durchFett- und durch Wassersucht sich gegen unten immer mehrverdickt; hat man es nun oben in Brand gesteckt, so erlebenwir unten einen überfließenden unbrauchbaren Talgblock, Pflockund Strunk im Leuchter; hingegen aber, wie schon undsymmetrisch legt sich das Flußfett der dickern Hälfte allmäligum die magere, gleichsam sic mästend, und gibt ihr Gleich-maß, wenn wir die dicke zuerst anbrennen!

Lenette setzte seinen Gründen etwas starkes entgegen,Shastesbury's Probirstein der Wahrheit, das Lächerliche.Wahrhaftig, sagte sie, jeder würde lachen, der nur Abendshereinträte und es sähe, daß ich mein Licht verkehrt in denLeuchter gesteckt, und alle Schuld gäbe man der Frau."Somit mußte in diesem Kerzenstreit eine Konkordienformel