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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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es sei nur sein Eigensinn, indeß ihrer war, gerade inder Morgenstunde, die für ihn ein doppeltes Gold im Mundehatte, das aus dem goldnen Zeitalter und das metallische,den Blaöbalg des Pedalschnarrwerks zu treten und hinterdem Autor zu orgeln und zu brausen. Nachmittags konntesic ein 32füßigcs Register ziehen, wenn sie wollte; aber siewar nicht aus ihrem alten Gange zu bringen. Eine Frauist der widersinnigste Guß aus Eigensinn und Aufopferung,der mir noch vorkam; sie lasset sich für ihren Mann wolden Kopf abschneiden vom parisischen Kopfabschneider, abernicht die Haare daran. Ferner kann sie sich viel für frem-den Nutzen, für eignen nichts versagen; sie kann für einenKranken drei Nächte Schlaf, aber für sich, um selber besserzu schlafen, sich nicht eine Minute Vor-Schlummer außerdem Bette abbrechen. Selige und Schmetterlinge können,obgleich beide ohne Magen sind, nicht weniger essen als eineFrau, die auf den Ball oder an den Traualtar gehen will,oder die für Gäste kocht; verbeut ihr aber weiter niemandein Esaus-Gcricht als der Doktor und ihr Körper, so issetsie eS den Augenblick. Der Mann kehret cs mit seinenOpfern gerade um.

Lenettc suchte, von entgegengesetzten Kräften getrieben,von seinen Ermahnungen und ihren Neigungen, die weiblicheDiagonallinic zu gehen und erdachte sich das Religioninterim,daß sie ihr Fegen und Scheuern so lange abbrach, als ersaß und schrieb. Sobald er aber nur zwei Minuten ansKlavier, vorö Fenster oder über die Schwelle trat, so hand-habte sie die Waschböcke und Polirmaschinen der Stube wie-der. Siebcnkäs wurde bald diesen jämmerlichen Wechselund dieses Posten-Ablösen seines und ihres Besens gewahr;