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„einen halben gemacht hätte. — Ich mußte aber mitten im„Feuer in der Kammer zu dir viele Worte sagen, für die„ich keinen Kreuzer Ehrensold beziehe: du solltest mich doch„endlich für einen alten dicken Spinnen- oder Kankerkörper„ansehen, den man in eine Schachtel sperrt (mein Stuben-„nest ist gar nichts besseres) und welcher darin mit der Zeit„zu einem köstlichen Goldkorn oder Juwel cindorrt. So oft„ich cintunke, zieh' ich — Hab' ich dir öfter gesagt — ordent-lich einen Goldfaden aus dem Dintenfaß, denn ich habe„Gold im Munde eben in der Morgenstunde. —
„Iß hinunter und horche aber zu: ich bringe dir jetzo„das Vorzüglichste vom Werthe eines Autors bei Gelegen-heit bei und gebe dir den Schlüssel über Vieles. . . . Im„Schwabenland, im Sachsen- und im Pommerland sind„Städte, in denen Autorenfleischtaratores sitzen, wie hier unser„alter Metzgermeister; man nennt sie aber gemeiniglich die„Schmeckherren *) oder Geschmackherren, weil sie vorher„jedes Buch kosten und nachher den Leuten sagen, ob es ihnen„schmecken werde. In der Erboßung nennen wir AutoreS„sie freilich oft Rezensenten; aber sie können unö gerichtlich„darüber belangen. Da die Schmeckherrcn selten Bücher„schreiben, so haben sie besser Zeit, die der fremden Leute„durchzusehen und zu tariren. Ja oft haben sie selber„schlechte gemacht und wissen also sogleich, wie ein schlechtes„seyn muß, wenn sie eines vorbekommen. Manche sind aus„demselben Grunde Schutzpatrone der Autoren und ihrer
*)' Schmeckhcrren nennt man in verschiedenen Städten dieBier-Polizeilicutcnants, welche umhergehen und den Werthder Biere kosten.
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