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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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ich drinnen im Schweiße sitze und für uns beide arbeitenwill, und daß ich seit einer Stunde fast ohne Verstand sort-schrcibe himmlische eheliche Hälfte, um Gottes willenkartätsch' einmal aus und richte mich nicht gänzlich mit demLappen zu Grunde." Lenette sagte voll Verwunderung:Unmöglich, Alter, hast du hineingehöret" und bohnte ei-liger fort. Er fing ein wenig schnell, aber sanft, ihre Händeund sagte lauter:auf hörst du! Das ist aber eben meinUnglück, daß ich's drinnen nicht hören kann, sondern allesnur denken muß und der verdammte lange Wir- undBcscngedanke setzet sich an die Stelle der besten andernGedanken, die ich hätte zu Papier bringen können! Trau-ter Engel, niemand würde seliger und gelassener sortarbei-ten und hier sitzen als ich, wenn du blos mit Traubcnschüffenund Haubitzen und Hundertpfündern hinter mir feuertestund knalltest auö den hiesigen Schießscharten; aber einemleisen Lärm bin ich nicht gewachsen."

Jetzo ärgerte ihn die lange Rede und er führte sie mitdem Lappen aus der Kammer und sagte:es fället mir über-haupt hart, daß, wenn ich drinnen mich außerordentlich über-spanne, um der Lesewelt eine Freude zu machen, daß inmeiner Kammer zu gleicher Zeit für mich ein Hatzhaus auf-gcschlagen wird, und daß sich das Bette eines Schriftstellersin einen Laufgraben umsetzt, aus dem ihn Bogenschüsse undDampfkugeln verfolgen. Mittags unter dem Essen Hab'ich nichts zu schreiben und da will ich vernünftig und breitmit dir auö der Sache reden."

Zu Mittag, da er die Gründe seines Morgenturniersaufstellen wollte, hatt' er vorher ein Gebetturnier zu halten:das Gebet bedeutet in Nürnberg und Kuhschnappel nicht wie