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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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Denn dieses Gold- und jenes Silberstück waren (ob ich esgleich bisher verschwiegen) der einzige Kassenbestand der Leib-gebcrischen Heilandkasse, mit welchem freilich niemand alsein Nachfolger des Heilands selber auszurcichen vermochte.Es ist aber vielleicht mein Verschweigen der bisherigenMünzkabinet-Ausleerungen wieder ein Beweis, wie sehr ichden Leser, wo ich nur kann, mit säuern Sachen verschone.

O ich will schon Rath schaffen" sagte Siebenkäs ganzfröhlich und setzte sich heute ämstger an sein Schreibcpult,um sich durch seine Auswahl aus den Papieren des Teufelsje eher je besser einen beträchtlichen Ehrensold ins Haus zuleiten. Aber nun wird ein ganz anderes Fegseuer immerhöher um ihn angeschürt und aufgeblasen, von welchem ichbisher gar noch nichts sagen wollen, und worin er schon seitvorgestern sitzt und brät. Lenette ist der Bratenkoch, undsein Schreibtisch ist der Lerchcnrost. Er hatte sich nämlichunter dem stummen Keifen der vorigen Tage an ein beson-deres Aufhorchcn auf Lenetten gewöhnt, wenn er dort saßund an der Auswahl aus des Teufels Papieren schrieb: dießmachte ihn völlig irre im Denken. Der kleinste Tritt, jedeleise Erschütterung griff ihn wie einen Wasserscheuen oderChiragristcn an und brachte immer ein oder zwei gute jungeGedanken, wie ein größeres Geräusche Kanarienbrut undSeidenraupen, um das Leben.

Anfangs bezwang er sich recht gut; er gab sich zu be-denken, die Frau müsse sich doch wenigstens regen und könne,so lange sie keinen verklärten Leib und keine verklärten Mö-beln handhabe, unmöglich so leise in der Stube auftreten wieein Sonnenstral oder wie -ihre unsichtbaren guten und bösenEngel hinter ihr. Aber indem er bei sich diesen guten