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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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4,84

einige jüngste Tage, aber nach ihnen desto mehre Frühlinge,mithin kleinere Schöpfungtage erlebte.

Ich stelle dieß alles absichtlich her, damit ich so man-chen armen Schelm von Leser aus der Angst erlöse, er be-komme setzt einen ganzen Band voll Thränen zu durchwaten,die er theils liest, Heils mit vergießt; ein anderes ist einSchriftsteller, der eine wahre Klapperschlange ist und so vieleTausend Bezauberte vor sich kann so lange unruhig und angst-voll springen sehen, bis er solche hat.

Siebenkäö schickte sogleich den Eifersucht- und Ehe-Teu-fel zu allen andern Teufeln, als er am Morgen erwachte.Denn der stillende Schlaf hält den Fieberpulö der Seele an,und seine Körner sind die Fieberrinde gegen das kalte Fieberdes Haffes, wie gegen das hitzige Fieber der Liebe, sa erlegte das Schatten-Reißbrett hin und nahm von der gestrigenfreien Uebersetzung und Abschrift des Egelkraut'schen Gesichtsmit dem Storchschnabel eine verjüngte und treue und schwärztesolche gehörig. Als er fertig war, sagte er zur Frau auöLiebe:wir wollen ihm den Riß gleich heute zuschicken. Biser selber kommt und ihn holt, da dauert'S lange."Jawol, versetzte sie, bis zum Mittwochen dauert's, aber da hater's längst vergessen."Und doch entgegnete Sieben-käs war' er früher herzubringen; ich brauchte ihm nurden gräflich-reußischen Dreisaltigkeit-Thaler von 1679 zumAbläufen zu schicken: so schickte er mir keinen Heller dafür,sondern brächte selber das Geld für den Thaler, wie er'sbisher immer mit dem Lcibgeberschen Münzkabinet gehal-ten."Oder sagte Lenette schick' ihm lieber denThaler und das Gesicht zusammen: so hat er eine größereFreude."Ueber was eine größere?" fragt' er. Sie