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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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let an dem Menschengeschlecht nicht, wie der Maler an jenemeinäugigen König, blos das sehende Profil, sondern blos dasLlinde; und nur ein großes Unglück deckt uns die großenMenschen auf, wie totale Sonnenfinsternisse die Kometen.Nicht blos auf dem Schlachtfeld, auch auf der geweihten Erdeder Tugend, auf dem klassischen Boden der Wahrheit thür-met sich erst aus 1000 fallenden und kämpfenden unbenann-ten Helden das Fußgestell, auf dem die Geschichte Einen be-nannten bluten, siegen und glänzen sieht. Die größtenHeldcnthaten werden zwischen vier Pfählen gethan; und dadie Geschichte nur die Aufopferungen des männlichen Ge-schlechtes zählet, und überhaupt nur mit vergossenem Bluteschreibt: so find in den Augen des Weltgeistes unsere Annalengewiß größer und schöner, als in den Augen des Welthisto-rikers; die großen Aufzüge der Weltgeschichte werden nurnach den Engeln oder Teufeln geschätzt, welche darin spielen,und die Menschen zwischen beiden werden ausgelassen.

Das sind die Gründe, worauf ich mich steife, wenn ichkeck genug behaupte, daß wir aus den gefüllten Freuden-blumcn, sobald wir zu heftig an sie riechen, ohne sie ausge-schüttelt zu haben, unvermuthet ein Martcrinsekt hinaufschuau-sen können, durchs Siebbein ins Gehirn*); und wer, mansage mir, holt das Kerbthier dann wieder heraus? Hin-gegen aus Blumenstücken und deren gemalten Blumenkelchen

2) Im 3ten Stück des Lichtcnbcrg. Magazins für die Physikre. wird das Beispiel einer Frau erzählt, die aus einerBlume einen Wurm ins Gehirn hinaufzog, der sie mitWahnsinn, Kopfschmerzen u. s. w. marterte, bis er lebendigwieder aus der Nase zurückging.