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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
176
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daß ein Dichter im fünften oder fünfzigsten Stockwerk zwarGesänge, aber keine Hochzeit und Haushaltung machen kann,geschweige ein gutes Haus: gleicht er nicht den Kanarien-vögeln, die zum Hecken einen größer» Bauer brauchen, alszum Singen?

Und was thut denn, wenn dieses richtig ist, die Federdes Schriftstellers? Sie zieht wie eine Knabenfeder dieSchrift, die die Natur schon mit bleicher Bleifeder in denLeser geschrieben, mit ihrer Dinte gar aus. Der Saite desAutors tönen nur die Oktaven, Quinten, Quarten, Terzender Leser nach, keine Sekunden und Septimen; unähnlicheLeser werden ihm nicht ähnlich, sondern nur ähnliche werdenihm gleich oder ähnlicher.

Und damit steht und fällt mein vierter Heischesatz: dasHufeisen des Pegasus ist die Bewaffnung am Wahrheit-Magnete, er zieht uns dann stärker; wiewol wir hungrigeVögel sind, welche auf die Trauben des Poeten fliegen, alswären sie wahre, und die blos den Jungen für gemalt ari-schen, der schrecken sollte.

Jetzo macht sich der Uebergang zum fünften Heischesatzevon selber: daß der Mensch eine solche Achtung für sedeSAlterthum hegt, daß er sic sogar fortsetzt, wenn dasselbe blosnoch der Deckel und die Larve des Giftes ist, der es auf-gelöset. Ich mache hier absichtlich zwei Belege dieses Satzesgar nicht namhaft nämlich die in Wurmmehl zerfresseneReligion, und die eben so zerkrümelte Freiheit sondernhalte mich als Lutheraner nur an den dritten, die Reliquien,an denen man, wenn sie von den Würmern aufgefressen wor-