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Gler'chwol will man noch bis zur Ostermesse die Vor-berichte einzeln abstchen; und Schriftsteller, die sich am erstenmelden, können sich, da man ihnen den ganzen präludirendenFaszikel zuschickt, die Vorerinnerung ausklauben, in der ich,wie sie glauben, ein Buch am meisten lobe. Nachher aber,bei der Herausgabe der Vor- oder Lobreden im Ganzen, dieich mit dem Meßkatalog durchschießen lasse, werden bloö dieGelehrten auf einmal in eorpoi-s, in coi-o verherrlicht, undich biete so zu sagen — wie 1775 die Königin Kaiserin derganzen Wiener Kaufmannschaft — der ganzen Gelehrten-republik in Pausch und Bogen den Adel an; wiewol ich anden armen Rezensenten, die sich das ganze Jahr an Tem-peln des Ruhms und an Ehrenbogen krumm und arm mauernund leimen, die betrübten Belege vor mir habe, daß wenigerdabei herauskommt, wenn man die gelehrte Republik insechs Folianten erhebt, als wenn man mit Sannazaro dievenezianische in eben so vielen Zeilen rühmt, deren jedeein Schenkbrief von 100 Fünfthalerstücken für den Dichterward.
Zur Probe will ich eine von jenen Vorreden in dieseeinschichten, und mich stellen, als hätte mit ihr der berühmteVerfasser mein Buch auf Ersuchen versehen, welches nochdazu auch wirklich so ist. Ich lasse leicht mein Wesen oderSubstratum in zwei Personen zerfallen, in den Blumenmalcrund in den Vorberichtmacher. Ich les' aber mit Fleiß —denn ganz ohne Bescheidenheit kann keiner leben — für michdie allerelendeste Vorerinnerung aus, in der wahrhaftig mäßiggenug gepriesen wird, und die den Autor des nachstehendenWerks mehr auf einen Leichen- als Triumphwagen hinauf-hebt, den noch dazu nichts zieht; die andern Vorreden hin-