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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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dazu, daß Stiefel selber nicht wisse, was oder wen er wolleund liebe, und daß er alle Schulleute und Autoren leichterrezensire als sich; denn so hielt der Rath z. B. seinen Zornfür Amteifer, seinen Stolz für Amtwürde, sein Leben fürein tägliches Sterben, seine Leidenschaften für Schwachheit-sünden und dieses mal seine Liebe für Menschenliebe. Le-nettens Treue war vom Schlußstein der Religion fest ge-wölbt und durch des Venners Erschütterung hatte sich dash. Kirchengewölbc nicht im geringsten gesenkt.

Jetzo watete der Postbote herauf mit einem neuen Stern-bilde, das er in den friedlichen Familien-Himmel setzte, mitdiesem Briefe von Leibgeber:

Baireuth,

den 21. September 1783.

Mein lieber Bruder, und Vetter und Oheimund Vater und Sohn!

Denn Deine zwei Herzohren und zwei Herzkammernsind mein ganzer Sippschaftbaum; wie Adam, wenn er spa-zieren ging, seine ganze künftige Blutverwandtschaft undseine lange niedersteigende Linie noch ist sie nicht ausge-zogen und zu Ende rastrirt bei sich führte, bis er Vaterwurde und seine Frau zeugte. Wollte Gott, ich wäre dererste Adam gewesen! . . . Siebenkäö, ich beschwöre Dich,laß mich diesem Gedanken besessen nachsetzen und im ganzenBriefe kein Wort weiter Vorbringen, als was das Kniestückvon mir als erstem Menschenvater weiter malt!

Gelehrte kennen mich wenig, welche vermuthen, ich wün-sche deshalb der Adam zu seyn, weil Puffendorf und vieleandere mir die ganze Erde als eine europäische Besitzung