Vorrath haben, welche kämen, wenn er litte unter der Ehe-Herrin, die den stummmachenden Teufel zu lange im Leibehätte; sie müßte doch wenigstens, so lange die Herren blie-ben, reden und den eisernen Diebsapsel des Schweigens —der mit dem Zankapfel auf Einem Aste wüchset — aus demMunde nehmen. — Der Schulrath stellte sich ganz dicht vorLenette Wendcline wie vor seine Schülerin und fragteste, ob sie das erste Kreuz ihrer Ehe so geduldig getragenhabe wie eine Kreuzschwester Hiobs. Sie schlug tief diegroßen Augen nieder und wickelte einen fingerlangen Fadenan einen Zwirn-Schnceball und athmete voller. Ihr Mannvertrat ste und sagte: „ich war ihr Krcuzbruder und trug„das Queerholz der Last — ich ohne Murren, ste ohne Mur-„ren. — Im 12ten Jahrhundert zeigte man noch den nach-gelassenen Misthaufen, worauf Hiob geduldet hatte. Un-sere zwei Sessel sind die Misthaufen, und sind annoch zu„sehen." — „Gutes Weib!" sagte Stiesel mit dem sanf-testen Pianissimo aus dem Grobgetakt und Schnarrwerk dermännlichen Brust und legte seine große blütenweiße Handauf ihr vorquillendeS Stirn-Rabenhaar. Siebenkäs hörteein vielfaches sympathetisches Echo dieser Worte in seinerSeele und legte seinen Arm um die Schultern Lenettens,die über die ehrende Freundlichkeit des andern Mannes imAmte selig erröthete; er drückte sanft ihre linke Seite anseine rechte und sagte: „wahrlich, das ist sie — ste ist sanft„und still und geduldig — und nur gar zu ämstg — wäre„nicht der ganze Heerbann der Hölle in der Gestalt des„Vennerö gegen unser kleines Gartenhaus des Glücks an-gerückt, um eS abzudccken: Herr Rath, wir hätten lange„froh darin gehauset bis weit in den Winter unserer Jahre.
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