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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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Bauch und seine Beine hatten im ganzen den Wadengehaltder Holzstrümpfe, womit Strumpfwirker stch an ihren Fen-stern anzukündigen und zu empfehlen suchen.

Der Venner trug dem Advokaten kalt und ziemlich grob-höflich vor, er sei bloö gekommen, ihm die Last der Ver-theidignng der Kindermörderin abzunehmcn, da er ohnehinso viele andere Sachen ausznführen habe. Aber Siebenkäsdurchsah sehr leicht den Zweck des Vorwands. Es ist näm-lich bekannt, daß zwar die vertheidigte Jnquisitin zum Vaterihres über die Erde im Fluge gegangenen Kindes einen Mu-sterkartenreiter adoptirt und angenommen, dessen Namenweder sie noch die Akten anzugeben wußten; daß aber derzweite Vater des Kindes, der als ein junger Schriftstelleraus Bescheidenheit nicht gern seinen Namen vor seine piüesliiAitivo und sein Antrittprogramm setzen wollte, niemandwar als der hagere Venner Lveiarcl Rosa von Meyernselber. Gewisse Dinge will oft eine ganze Stadt zu verun-kennen (zu ignoriren) scheinen; und darunter gehörte Rosa'sAutorschaft. Der Heimlicher von Maise wußte also, daßsie der Defensor Firmian auch wisse, und besorgte mithin,daß stch dieser für den Raub der Erbschaft an seinem Ver-wandten Meyern durch eine absichtlich-schlechte Verteidi-gung der armen Jnquisitin rächen werde, um diesem dieSchande ihrer Hinrichtung zu machen. Welcher entsetzlichniedrige Argwohn! Und doch ist oft die reinste Seelezum Argwohn eines solchen Argwohns genöthigt! ZumGlück hatte Siebenkäs den Blitzableiter der armen Mutterschon fertig geschmiedet und aufgerichtet. Als er ihn demKasual- oder Schein-Bräutigam der Scheinkindermörderinvorwies: gestand dieser sogleich, einen geschickter» Schutz-

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