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Helden einen Rczensir-Groschen wenigstens für die Abend-suppe auswirft. Der Schulrath, der Nedaktör des Anzei-gers, besetzte die kritischen Gerichtstellen sonst gar nichtleichtsinnig; aber Sicbenkäs war in seinen Augen zumeinzigen Wesen erhoben, daö einen Rezensenten noch über-ragt — zu einem Schriftsteller, da er von Lenetten auf demKirchwege gehört, ihr Mann lasse ein dickes Buch in Druckausgehen. Der Schulrath konnte nicht anders als die dama-lige Salzburgische Literaturzeitung für die heilige Schriftapokryphischen, und die Jenaische für die heilige Schrift ka-nonischen Inhalts ansehen; die einzige Stimme eines Rezen-senten wurde ihm vom Echo im gelehrten Gerichthof allezeitzu 1000 Stimmen vervielfältigt; und aus Einem rezensi-renden Kopfe wurden in seiner Täuschung mehre lernäische,wie man sonst glaubte, daß der Teufel den Kopf des armenSünders mit Scheinköpfen einfasse, damit der Scharfrichterfehlerhaft köpfe. Die Namenlosigkeit verleihet dem Urtheileeines Einzelwesens das Gewicht eines Kollegiums; manschreibe aber den Namen darunter und setze „der Kandidat„XU" statt „neue allgemeine deutsche Bibliothek", so hatman die gelehrte Anzeige des Kandidaten zu sehr geschwächt.Der Schulrath warb meinen Helden an, seiner Satire hal-ber; denn er selber, ein Lamm im gemeinen Leben, setztesich auf dem Rezensir-Papier zu einem Wehrwolf um; einhäufiger Fall bei milden Menschen, wenn sie schreiben, be-sonders über Immai,iora und dergleichen; wie etwa sanfteGeßnerische Hirtenvölker (nach 6iI>I,on) gern Krieg anfan-gcn und gut führen; oder wie der Jdpllenmaler Geßncrselber ein schneidender Zcrrbildzeichner war.
Unser Held und neugewvrbener Rezensent bot von sei-