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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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und geküßt werden hinlänglich, wenn ich auf- und ab-spaziere."

Damit aber keine Leserin sich in Angst setze über Ver-säuerung solcher Honigwochen durch den enterbenden Spitz-buben Blaise: so frag' ich jede bloS dieß: hatte der Advo-kat nicht eine Silberhütte und ein Pochwerk von 7 gangba-ren Prozessen, die voll lauter Silberadern waren? Hatt'ihm nicht sein guter Leibgeber auf vier Glückrädcrn einenRegiment-Geldwagen nachgefahren, auf welchen anfgeladenwaren zwei Brillenthalcr von Julius Herzog zn Braun-schweig, Ein gräflichreussischer Drcifaltigkcitthaler von 1679 ,Ein Schwanz- oder Zopfdukaten, Ein Mücken- oder Wes-penthaler, fünf Vikariatdukatcn und eine Menge Ephraimi-ten? Denn er durfte ohne Bedenken dieses Münzkabinetverkalken und verflüchtigen, da sein Freund nur aus Spottgegen die, die mit 100 Thalern einen kaufen, in seinenTaschen angelegt hatte. Beide lebten überhaupt in einerGütergemeinschaft des Körpers und Geistes, die wenigefassen; sie waren so edel geworden, daß zwischen dem Neh-mer und Geber einer Gefälligkeit kein Unterschied mehrblieb, und sie schritten über die Klüfte des Lebens aneinan-dergeknüpft, wie die Krystallsncher auf den Alpen sich gegenden Sturz in Eisspalten durch Aneinanderbinden decken.

Gleichwol kam er an einem Marientage gegen Abendauf einen Gedanken, welcher alle geänstigten Leserinnen sei-ner Geschichte ganz aufrichten wird, und der ihn selber seli-ger machte als der größte Brodkorb mit Fruchtkörbchen, oderals ein Korb Wein. Er wußte aber schon voraus, daß erden Gedanken haben würde; im Elend sagt' er allemal:essoll mich wundern, was für ein Hülfmittel ich da wieder