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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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auözubringen gewesen. Sie erschien dem Advokaten ordent-lich als eine Tochter; und der kleinen Eigenheiten konnte siedem hoch erwachsenen Vater gar nicht genug haben.

Daß sie ihm, wenn er ausging, so lange nachsah,als die Gasse lang war, dieß war noch nicht das Halbe ge-gen das Nachlaufen mit der Bürste bis über die Hausthürehinaus, wenn sie oben von hinten an seinem Schanzlooperunten solche Straßenpflaster anklebend angetroffen, daß sieihn durchaus wieder ins Haus zurück ziehen und darin denNocksaum so sauber abbürsten mußte, als zolle man in Kuh-schnappel das Pflastergeld wirklich für ein Pflaster. Er hieltder Bürste still uns küßte sodann und sagte:an der Innen-seite sitzt wol nach allerhand, aber keine Seele sieht'S, undkomme ich wieder, so kratzen und schaben wir's droben miteinander heraus."

Seiner Erwartung und Forderung wurde es ordentlichzu viel. aber seiner Wiederliebe nicht daß sie jedenWunsch und Wink nicht bloS jungfräulich erhörte, sondernauch töchtcrlich befolgte und bediente.Rathkopisten-Toch-ter, sagte er, sei mir nur nicht gar zu gehorsam: ich binja nicht dein Vater, ein Rathkopist, sondern nur ein Ar-Menadvokat, und habe dich geehlicht und schreibe mich Sie-benkäs meines Dafürhaltens."Auch mein sel. Vater,versetzte sie, hat wol selber manche Sachen im Stillen mitseiner eigenen Hand konzipirt und solche nachher ordentlichund sauber mundirt;" aber diese seltsame Kreuz- und Quer-antwort gefiel doch dem Advokaten sehr wohl; und wenn sievor lauter Verehrung Seiner nicht einen einzigen Spaß ver-stand, den er über sich selber machte cs sei nun, daß sie