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reichten. — Und als der Advokat die letzte Zeile hinaus hatteund sie unbeweglich anstarrte: so nahm sein Seelenbruderfreundschaftlich-zitternd seine Hand und sagte: „du Lieber,ach, daran bin ich schuld durchs Namentauschen." — „Du?v du? — BloS der Teufel. — Aber der Brief muß sichfinden," sagteer; und sie wiederholten beide die Haussuchungaller Brief - Behausungen. — Nach einer Stunde stöberteLeibgeber ein mit dem zerbröckelten Siegel des Vormundsüberpichteö Schreiben aus, dessen grobes Papier und breiterbescheid-mäßiger Bruch ohne Umschlag verrieth, daß es keine, Frau, kein Hof- und kein Kaufmann, sondern ein Kiel voneinem ganz andern Feder-Vieh überschrieben habe. Gleich-wol stand auf dem Briefe nichts als Siebenkäsens Name vonSiebenkäsens Hand — weiter stand außen und innen keinWort. Ganz natürlich; denn der Advokat hatte den Schreib-fehler an sich, auf den Umschlägen der Briese seine Federund seine Hand zu prüfen und eine fremde und seinen Namennachzuzirkeln.
Auch der innere Brief war sonst beschrieben gewesen:aber der Heimlicher Blasius hatte, um das so unglaublichverschwendete Papier zu schonen, seine Anerkennung des ein-getauschten Namens mit einer Dinte geschrieben, welche vonselber wieder den Papicrbogcn verläßt und durch Verfliege»ihn gleichsam weiß wieder herstellt und rehabilitirt in in-
tkAeum.
Ich thue vielleicht manchen Personen aus den höher»Ständen, welche setzo mehr als se Wechsclbriefe und andereVcrbriefungcn zu schreiben haben, einen zufälligen Dienst,wenn ich hier das Rezept zu dieser Dinte, die nach der Ver-