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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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Bettel- und Gaffengesang anstimmen und durchsugiren wollte,erstlich Leibgeber seinen Saufinder (ohne einen großen Hundkönnt' er nicht leben) in einer geschmackvollen Kindbetterin-Haube aus dem Fenster schauen ließ? Und war cs zweitensetwas Gesetzteres, daß Siebenkäs im Angesichte der Sing-schule hastig in Zitronen einbiß und dadurch die Speichel-drüsen der ganzen Schule ausschloß? Der Erfolg lehrte esgenug: die Sänger konnten die Lippen vor dem gchaubtenSaufinder so wenig zu ordentlichem Singen zusammenziehenals einer, der lachen will, zu pfeifen vermag. Und wurdennicht durch die aufgesperrten Drüsen alle Singwerkzeugeunter Wasser gesetzt, und jeder Ton mußte mühsam genugdurch Speichel waten? Ja war diese ganze ordentlichlächerliche Störung sämmtlicher Straßensänger nicht eben dieAbsicht beider Advokaten?

Freilich kommt Siebenkäs fast noch halb voll akademi-scher Freiheiten zurück und nimmt sich daher etwa einigeheraus. Auch seh' ich die kleine Ueberfülle der akademischenJugend für den Fettkörper an, welchen nach Reaumür, Bon-net und Cuvier die Raupe während ihrer Verpuppung zurNahrung des Schmetterlings verbraucht; von der Freiheitdes Jünglings muß die des Mannes zehren; und ein gebog-ner Musensohn kann nichts anders werden als ein kriechenderBeamter auf Vieren.

Jndeß verbrachten die beiden Freunde die nächsten Tagenicht ganz außer der Ordnung blos mit Schreiben von Be-suchkarten. Mit diesen, woraus natürlich nichts stand als:ES empfiehlt sich und seine Frau, eine geborne Egelkraut,der Armenadvokat Firmian Stanislaus Siebenkäs" mit den Papieren und mit der Frau wollten beide am