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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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Erstes Kapitel.

Hochzeittag nach dem Rcspittage die beiden EbenbilderSchüsseln - Quintette in zwei Gängen Tischreden sechsArme und Hände.

^)er Armenadvokat Siebenkäs im Reichsmarktstecken Kuh-schnappel hatte den ganzen Montag im Dachfenster zuge-bracht und sich nach seiner Braut umgesehen; sie sollte ausAugspurg früh ein wenig vor der Wochenbetstunde ankom-men, damit sie etwas Warmes trinken und einmal eintunkenkönnte, ehe die Betstunde und die Trauung angingen. DerSchulrath des Orts, der gerade von Augspurg zurückfuhr,hatte versprochen, die Verlobte als Rückfracht mitzunehmenund ihren Kammerwagen oder Maalschatz hinten auf seinenKoffer zu binden. Sie war eine geborne Augspurgerindes verstorbenen lutherischen Rathkopisten Egclkraut ein-zige Tochter wohnte in der Fuggerei in einem geräu-migen Hause, das vielleicht größer war als mancher Salon,und war überhaupt nicht unbemittelt, da sic nicht wie pen-sionirte Hof-Soubretten von fremder Arbeit lebte, sondernvon eigner; denn sie hatte die neuesten Kopf-Trachten früherals die reichsten Fräulein in den Händen (wiewol in einemFormate, daß keine Ente den Putz aufsetzen konnte) und führte