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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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halten. Der war ich wol. Aber Anfangs unter dem Abend-essen bracht' ich freilich nur Sachen auf die Bahn, die derPrinzipal begriff. Mit dem Löffel und der Gabel in derHand und vor dem Tischgebet war er noch zu dauerhaftemSchlaf untüchtig; ich ergötzte ihn also mit muntern Sachenvon Belang, mit dem erschoßneu unausgewcideteu Passagier(dem obigen Rehkalb) mit einigen kleinen Krämer-Falli-ments unter Weges mit meinen Gedanken über denFrankreichischen Krieg und mit der Betheuerung, die Friedrich-straße in Berlin sei eine halbe Meile lang, und die dastgePreß- und Handelsfreiheit groß auch merkt' ich an, daßich durch wenige deutsche Kreise gefahren sei, worin nichtdie Bcttelsungen noch als die Revisionräthe und Leuterantender Zeitnngschreiber dienten. Die Zeitungmacher nämlichflößen mit ihrer Dinte allen Todten aus dem SchlachtfeldeLeben ein, und können die Auferstandenen wieder in dernächsten Affaire gebrauchen; die Soldatenjungen hingegenmachen gern ihre Eltern todt und betteln auf Sterbelisten;sie schießen für einen Pfennig ihren Vater nieder, den derZeitcvangelist für einen Groschen wieder aufstellt, und sofind beide Wesen durch gegenseitige Lügen auf eine schöne Arteines des andern Gegengift. Dieß ist die Ursache, warumein Zeitungschreiber so wenig als der Rechtschreiber sich anKlopstocks Rechtschreibregel binden kann, nichts zu schrei-ben, als was man hört.

Als das Tischtuch wcggezogen wurde, sah ich, cs seiZeit, den Fuß aus die Wiege zu setzen, worin der Haupt-mann Oehrmann lag. Der Hesperus ist zu dick. Zu an-dern Zeiten halt' ich Zeit genug; sonst sing ich blos, um diesegroße Tulpe zum Schlafe zuzuziehen, mit Krieg und Kriegs-