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1 (1855)
Entstehung
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seine Rede beim Wiederanzünden durch kräftige „Paff, Paff," häufigunterbrach — „das ist nur so: im Lande draußen erzählte mir vor lan-gen Jahren ein Krämer, daß der Julius in Kriegsdienste des französischenKönigs gegangen sei — aber da widcrredctc cs ein alter Stelzfuß, undsagte: der Julius habe nicht gar so weit von der Fichtau gelebt, eineBauerudirne gcheirathet, und seine Tochter wieder an einen niedrigenMann gegeben, und so sei nach und nach das Geschlecht im Bolle ver-ronnen, wie cs ja auch einst daraus entstanden war."

„So mag cs sein," sagte dcr Wirth, „oder cs mag auch anderssein, aber daß er ihn erschlagen, glaube ich nicht; so schlecht waren sienicht, sondern bloß alle närrisch."

Der Wandersmann hatte bisher mit steigendem Interesse zugehört;nun stellte er seinen Krug zurück, und sagte: „Ja, wie weiß man denn,daß sie närrisch waren? "

„Nun Gott sei Dank," antwortete der Wirth, „närrisch genug,junger Oheim ; habt Ihr denn das nicht schon an dem Schlosse erkennenmögen, da es weder Thor noch Eingang hat, und in keinem Style ge-baut ist, wie Ihr selber sagt. Oder ist cs etwa vernünftig, wie der lebteZweig aus dem Stamme des Julian that, oder wie sein Bater der Vor-letzte that? Mit unsrem letzten Herrn war es so : Da haben die Fran-zosen , um die Unbill gut zu machen, die sie vordem an unfern Ländernverübt, Kriegsvölker in das Mohrenland geschickt, um Alles in Bauschund Bogen christlich zu machen, und da ließ Graf Christoph eines schö-nen Tages das Schloß zumauern, und ritt dann den Berg hinab geradein das Mohrenland, um die Heiden gegen Christum zu unterstützen, undda haben sie ihn denn auch glücklich niedergcschosscn; man weiß nicht,die Christen oder die Heiden. Sein Vater, Graf Jodok, war noch ärger.Ich habe ihn noch recht gut gekannt; er hat sich im Alter den Bart wach-sen lassen, wie einer der heiligen drei Könige — und da sah ich ihn oft,nachdem er das Schloß angczüudct hatte, vor seinem kleinen Häuschenunten am Berge sitzen."

„Das Schloß hat er angezündct? "

„Ja, er selber hatte cs an einem Pfingstsonntage angczündct, undwehrte allen Denjenigen, die da zu löschen kamen, weil er sagte, daßhundert Zentner Pulver in den Gewölben seien, und losgehen würden,aber es ging nichts los, und das Gebäude brannte friedlich und fast lieb-