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MiMurg.
der Mitternachtseite des Ländchcns Oesterreich zieht ein Wald andie dreißig Meilen lang seinen Dämmerstreifen westwärts, beginnend anden Quellen des Flusses Thaia, und fortstrcbcnd bis zu jenem Grenz-knoten, wo das böhmische Land mit Oesterreich und Baiern zusammcn-stößt. Dort, wie oft die Nadeln bei Kristallbildungen, schoß ein Ge-wimmel mächtiger Joche und Rücken gegen einander, und schob einenderbe» Gebirgsstock empor, der nun von drei Landen weithin sein Wai-desblau zeigt, und ihnen allerseits wogiges Hügelland und strömendeBäche absendct. Er beugt, wie Seinesgleichen öfter, den Laus der Ber-gcslinie ab, und sie geht dann mitternachiwärts viele Tagereisen weiter.
Der Ort dieser Waldesschwenkung nun, vergleichbar einer abge-schiednen Meeresbucht, ist es, in dessen Revieren sich das begab, waswir uns vorgenommen zu erzählen. Vorerst wollen wir es kurz ver-suchen, die zwei Punkte jener diisterprächtigen Waldesbogcn dem geneig-ten Leser vor die Augen zu führen, wo die Personen dieser Geschichtelebten und handelten, che wir ihn zu ihnen selber geleiten. Mochte cs»ns gelingen, nur zum tausendsten Theile jenes schwermüthig schöneBild dieser Waldthale wieder zu geben, wie wir cs selbst im Herzen tra-ge», seit der Zeit, als es uns gegönnt war, dort zu wandeln, und einenTheil jenes Doppeltraumes dort zu träumen, den der Himmel jedemMenschen einmal und gewöhnlich vereint gibt, den Traum der Jugendund den der ersten Liebe. Er ist cs, der eines Tages aus den tausendHerzen eines hervorhebt, und es als unser Eigenthum für alle Zukunft
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