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1 (1855)
Entstehung
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von Anderem, was die Worte nicht sagen können — nnd wenn es ihmtief im Innersten so fromm wurde, daß er oft meinte, als sehe er weit inder Ocde draußen Gott selbst stehen, eine ruhige silberne Gestalt; dannwurde cs ihm unendlich groß im Herzen, er wurde selig, daß er denkenkönne, was er dachte — und cs war ihm, daß cs nun so gut sei, wiecs sei.

Die blödsinnige Großmutter war die erste gewesen, die ihn erkannthatte.

„Es sind der Gaben eine Unendlichkeit über diese Erde ansgestreutworden," hatte sie eines Tages gerufen, „die Halmen der Getreide, dasSonnenlicht und die Winde der Gebirge — da sind Menschen, die dmSegen der Gewächse erziehen, und ihn aussühren in die Thcile der Erde;es sind, die da Straßen ziehen, Häuser bauen, dann sind andere, die dasGold ausbreiten, das in den Herzen der Menschen wächst, das Wort,und die Gedanken, die Gott anfgehen läßt in den Seelen. Er ist gewor-den, wie einer der alten Scher und Propheten, und ist er ein solcher, soHab' ich cs vorausgewußt, und ich habe ihn dazu gemacht, weil ich dieKörner des Buches der Bücher in ihn geworfen; den» er war immer weichwie Wachs, und hochgesinnt, wie einer der Helden."

Die Großmutter war es aber auch mit der er sich allein mehr be-schäftigte, als alle Andern mit ihr; er war der Einzige, der sic zu flüssi-gen Reden bringen konnte, und der Einzige, der ihre Reden verstand; erlas ihr oft aus einem Buche vor, nnd die hundertjährige Schülerinhorchte emsig auf, und in ihrem Angesichte waren Sonnenlichter, alsverstände sie das Gelesene.

So war der Frühling vergangen, so waren wieder Pfingsten gekom-men : — aber wie waren cs dicßmal andere Pfingsten, als vor einemJahre. Eine doppelte furchtbare Schwüle lag auf beiden, auf dem Dorfe,und auf Felir, und bei beiden lösete sich die Schwüle am Pfingsttagc —aber wie verschieden bei beiden!

Ich will noch, che wir von seinem einfachen Leben scheiden, dieseslebte Ergcbuiß, das ich weiß, erzählen.

Wenn er so manchmal von der Haide kam nnd durch das Dorf ging,Geschenke für die Kinder seiner Schwester tragend, Steinchcn, Muscheln,