Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
Seite
153
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als cs eingerichtet und geschmückt war, bezog cr cs gleichwohl allein, undso verging der Winter, Es kam der blüthenreiche Frühling und Felixsaß in seinem Hanse ans der Haide, und herrschte, wie einst, über alleihre Geschöpfe, und über all die hohen stillen Gestalten, die sie jetzt be-völkerten.

Was war es denn aber, was den Eltern und Nachbarn an ihm zn-rückgebracht worden ist?

Sie wußten es nicht.

Ich aber weiß es, Ei» Geschenk ist ihm geworden, das den Men-schen hoch stellt, und ihn doch verkannt macht unter seinen Brüderndas einzige Geschenk ans dieser Erde, das kein Mensch von sich weisenkann. Ans der Haide hatte es begonnen, ans die Haide mußte er es zn-rücktragen. Bei wem eine Göttin eingekehrt ist, lächelnden Antlitzes,schöner als alles Irdische, der kann nicht anders thnn, als ihr in De-mutl) dienen.

Damals war er fortgegangen, cr wußte nicht, was er werdenwürde eine Fülle von Wissen hatte er in sich gesogen: es war dernächste Durst gewesen, aber cr war nicht gestillt; er ging unter Men-schen, er suchte sie völkerweise er hatte Freunde er strebte fort, erhoffte, wünschte und arbeitete für ein unbekanntes Ziel selbst nachGütern der Welt und nach Besitz trachtete cr: aber durch alles Erlangte, durch Wissen, Arbeiten, Menschen, Eigenthum war es immer, alsschimmere weit zurückliegend etwas, wie eine glänzende Ruhe, wie eine

sanfte Einsamkeit-hatte sein Herz die Haide, die unschuldsvolle,

liebe Kindheitshaide mitgenommen? oder war es selber eine solche liebe,

stille, glänzende Haide?-Er suchte die Wüsten und die Einöden des

Orients, nicht brütend, nicht trauernd, sondern einsam, ruhig, heiter,dichtend, Und so trug ihn dieses sanfte, stille Meer zurück in die Ein-samkeit, und auf die Haide seiner Kindheit-und wenn er nun so

saß auf der Rednerbiihne, wie einst, wenn die Sonnenfläche der Haidevor ihm zitterte und sich füllte mit einem Gewimmel von Gestalten, wieeinst, und manche daraus ihn anschällten mit den stillen Augen der Ge-Ichichte, andere mit den seligen der Liebe, andere den weiten Mantel gro-ßer Thaten über die Haide schleifend und wenn sie erzählten von derSeele und ihrem Glücke, von dem Sterben und was nachher sei, und