Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
356
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oüb

Deutliehsehen in einetNähe bewirkt, in welcher das freye Augedie Gegenstände'nicht, melu klar erkennen wird.

Unter den Methoden, die Yergröfserung eines Fernrohrsdurclt Versuche zu bestimmen, ist eines der einfachsten undsichersten jenes, durch welches man sich das Verhältnifs desDurchmessers eines Gegenstandes im Fernrohre, und aufserdemselben auf dieselbe Entfernung bezogen, oder was dasselbeist, die Tangenten- der halben Winkel, unter welchen der un-mittelbar und der durch das Rohr gesehene Gegenstand er-scheint, verschafft, wozu es mehrere bequeme Mittel gibt. Dasdabey gewöhnliche Verfahren , wo man denselben Gegenstandzugleich mit lreyem Auge, und durch das Rohr betrachtet,scheint keiner grofsen Schärfe fähig. Genauer wird man so ver-fahren : Man befestige an das Ocular des horizontal gestelltenFernrohres ein vertikal gestelltes Spiegelglas,, dessen-beydeSeiten parallel sind , unter einem Winkel so , dafs die gewähl-ten terrestrischen Gegenstände hinter dem Beobachter, oderauf der Seite des Oculars, im Spiegel erscheinen, während manzugleich einen Gegenstand itn Rohre bemerkt, dessen Strahlendurch das Objectiv einfallen.

Am besten ist es, für diesen Gegenstand den Durchmesserd des scheinbaren Feldes des Rohres seihst zu nehmen, in demman den Umkreis dieses Feldes mit dem anderen, durch denSpiegel gesehenen Gegenstand an den Leyden Punkten des Fehleszur Berührung bringt , die unter allen am weitesten von einanderentfernt sind. Mifst man dann den Winkel D jener z wey Punktedes Gegenstandes z. B. mit einem Spiegelsextanten, so hat manfür die Vergröfserungszahl N

Tg

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Mehrere das Verfahren vereinfachende Modiflcatiönenwenn der horizontale Durchmesser des Feldes, wenn statt demGegenstände ein in bekannter Entfernung vorgehaltener Mafs-stab gewählt wurde, oder tvenn das Fernrohr nicht horizontal,und der Spiegel nicht genau vertikal ist u. s. w. wird man leichtselbst finden. Meistens wir man das Spiegelglas ohne alle Neigungblofs an die Fassung des Oculars anlegen können, wodurch dasVerfahren sehr vereinfacht wird. Obschon man übrigens wegender ungewöhnlichen Entfernung des Auges vom Ocular denDurch-messer des Feldes nur theilweise sehen kann , so läfst sich dochdie Tangirung, wenn die Spiegelgegenstäude , wegen der nölhi-gen Lichtstärke, nickt zu entfernt sind, mit grofser Schärfenehmen , und man wird mit einiger Umsicht die gesuchte Vergvöfserung mit aller erforderlichen Genauigkeit erkalten.

Das Vorhergehende ist von II. I-Iabel, welcher sieh hier, so