recht in diese Traucrzeichen schicken; aber in deinem Herzen,du gutes, so oft gequältes Geschlecht, trifft sede Traucrglockeleicht ihren Einklang an, und die mit dem dünnen zitterndenResonanzboden einer nachtönenden Brust veredelte Thien-nette gab mir alle Töne mit den Schönheiten eines Echo
wieder.-Endlich standen wir auf dem Gränzhügel,
über den man Thiennettcn nicht lassen durfte, und ich mußtenun von dem Gevatter, mit dem ich alle Morgen so lustigzusammen gesprochen — jeder aus seiuem Bette heraus —und auö dem stillen Kreise bescheidener Hoffnung weichen, umin den gährenden bellenden Hof-Leicle zurück zu treten, woman dem Schicksal ein Lebens-Süßholz abtrotzt und abfor-dert, so armsdick wie das botanische an der Wolga, wenigerum die süßen Balken selber auSzukäucn, als um Andere da-mit todt zu schlagen.
Als ich mir dachte, ich würde zu ihnen sagen: lebetwohl! so traten alle künftige Plagen, alle Leichen und alleWünsche dieses geliebten Gespanns vor mein Herz, und ichdachte daran, daß nichts als einschlummernde Freudcnblumenihren (wie meinen und jeden) Lebenstag abmarken. — Unddoch ist'ö schöner, wenn sie ihre Jahre nicht nach der Was-seruhr fallenderThränen, sondern nach derBlumenuhr*)einschlafcnder Blumen ausmessen, deren Kelche, ach! vor unöArmen von Stunde zu Stunde zufallen. —
Ich wollte eben jetzt — weil ich mich noch daran cr-
*) Linnce legte in Upsal eine Blumcnuhr an, deren Blumendurch ihre verschiedenen Zeiten cinzuschlafen die Stundensagen.