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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
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Der Tag vor dem Aktus lieferte gleichsam die Probc-schüsse und Aushängebogen des Mittwochs. Leute, die desAnzugs wegen vom großen Schulfest wegbleiben mußten,besonders Damen, erschienen Dienstags in den sechs Probe-redcn. Niemand ordnet zwar bereitwilliger als ich den Pro-beaktus dem Mittwochaktus unter, und mich braucht manam wenigsten erst aufzufordern, das Trommetensest einerSchule gehörig zu würdigen; aber auf der andern Seite binich eben so gewiß überzeugt, daß Einer, der Mittwochs nichtin den ächten AktuS gegangen ist, sich etwas glänzenderes alsden Probetag vorher gar nicht gedenken könnte, weil er nichtshätte, womit er die Pracht vergleichen könnte, in der derPrimas des Festes vor Damen und NathSherreu das an fei-nem Triumphwagen vorgelegte Gespann von Sechsenum die sechs Gebrüder Redner Gäule zu nennen einsuhrauf morgen. Lächle immer, Firlein, über das Anstaunendeiner heutigen Ovazion, die dem morgendlichen Triumphcntgegensährt: auf deinem auseinander fließenden Gesichtezuckt das glückliche, sich und den Weihrauch wiederkäucndeIch aber eine Eitelkeit wie deine, und nur diese, die ge-nießet, ohne zu vergleichen oder zu verschmähen, kann manerdulden, will man ernähren. Was aber über sein ganzeswächsernes Herz wie ein schmelzender Sonnenschein fiel, warseine Mutter, die es auf vieles Zureden gewagt hatte, sichin Bußtagkleidern ganz unten an die Prima-Flügelthüre de-müthig anzulegen. Es wäre schwer zu sagen, wer beglückterist, ob die Mutter, die zusieht, wie der, den sie unter ihremHerzen getragen, die vornehmsten jungen Herren in halbsei-denen Westen beordern und regieren kann, und die zuhöret,wie er sammt ihnen lauter hohe Sachen sagt und doch ver-