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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
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schöne Titel sonst alle Posten schmückten: der scholastischeProfessor schrieb sich damals (noch außer seinem Amttitel)der seraphische der unwiderlegliche der scharfsinnige." Der König schrieb sich:der große der kahle derkühne der einfältige" und so auch der Rabbiner. Würd'eS den Männern in den höhern Justizstellen unangenehmsepn, wenn ihnen die Titel der Unparteilichkeit, der Schnel-ligkeit re. so gut käuflich erlassen würden, als die Postenselber? So könnte mit einer Kammerrathstclle die Tugendder Unterthanenliebe schön als Titel verknüpfet werden; undich glaube, wenige Advokaten würden sich bedenken, sich denTitel der Rechtschaffenheit so gut wie den gewöhnlichender Regierungadvokatie anzuschaffen, wär' er anders zuhaben. Wollt' indeß ein Kandidat seinen Posten ohne dieTugenden haben: so ständ' eSAei ihm und der Staat dürft'ihn zu dieser Verir-Moralität nicht zwingen.

Es kann scyn, daß, wie nach Tristram Shandy Kleider,nach Walter Shandp und Lavater nomum propi-ia auf denMenschen zurückwirken, appellntivn cs noch mehr thun, daohnehin an uns, wie an den Schalthicren, sich der Schaumso oft zur Schale versteinert; aber diese Moralitätist'S nicht, worauf ein Staat sehen kann: wie bei den schö-nen Künsten ist nicht sie, sondern Darstellung sein wah-rer Zweck.

Es wurde mir oben ordentlich sauer, für die verschiede-nen Aemter mir verschiedene Vertaltugenden zu erdenken;aber ich sollte glauben, es wären noch viele dergleichen Ab-theilungen der Tugend (setzt fällt mir selber noch der Frei-heitgcist, die Aufrichtigkeit und der gerade Sinn ein) aus-zukundschaften, wollte nur ein moralischer Staatsminister eine