discheS Haus, wo nicht blos Dekrete oder Vokazionen, son-dern auch Schuhe und Tücher feil gehalten werden. Eigent-lich führet der Rath seine Aemterhandel-Freiheit aus demGrundsätze des römischen Rechtes her: >mi ff>8 <?st cloimiuli,vielem et vemlkmcli,je>8 est, d. h. wer das Recht hat, eineSache zu verschenken, der darf sie auch käuflich erlassen, wenner mag. Da nun den Rathsgliedern offenbar das Rechtzusteht, Aemter gratis zu ertheilen: so muß sich wvl das, siezu verkaufen, von selber verstehen.
Nur ein Ertrawort über die Vokazionen-Agio-teurö überhaupt.
Ich sorge im Ganzen, die Akademien-Produkten-Ver-schleiß-Kommission des Staats betreibe den Aemterhandelschlaff. Wer aber anders als das gemeine Wesen muß amEnde leiden, wenn wichtige Posten nicht nach dem Kauf-schilling, der für sie erleget wird, sondern nach Konnexionen,Verwandtschaften, parteiischen Empfehlungen und Bücklingenweggegeben werden? Jst's nicht ein Widerspruch, Titular-ämter theurer abzustehn als wirkliche? Sollte man nicht eherhoffen, daß der wirkliche Hofrath ums -cktm-m» tantum imVerhältniß des TitularhvfrathS versteigert werde? — DasGeld ist nun bei den europäischen Nazionen das Aequivalentund der Repräsentant deö Werthes aller Dinge und folglichdes Verstandes um so mehr, da ein Kopf daraus steht; die
Entlehnt von der k. k. Bergwcrk-Produktcn-Verschleiß-Äommission in Wien: sogar in Namen zeigt der WienerGeschmack.