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siel, umsinken und die Hände ausstrecken gegen den einge-schatteten Himmel voll ziehender Nachtvögel und mit unend-lichem Sehnen ausblicken zum Monde, der bebend in derSonne schwebte. — Der Engel sah auf den Mond und ne-ben ihm weinte der Selige, der die Erde, tief unter einerSchattcnfluth schwimmend und in einen Feucrring geschmie-det, erblickte, und dem die wimmernde Gestalt, die noch aufihr wohnte, die ganze Seligkeit des Himmels nahm. — Dabrach dem Engel des Friedens das himmlische Herz — erergriff Eugenius Hand und des Kindes seine — riß beidedurch die zweite Welt und trug sie auf die finstere Erdeherab. — Rosamunde sah im Dunkel drei Gestalten wan-deln, deren Schimmer an den Sternenhimmel anschlug undoben mit ihnen ging — ihr Geliebter und ihr Kind flogenwie Frühlinge an ihr Herz und sagten eilend: v Theuere,geh' mit uns. — Ihr Mutterhcrz zersprang vor Mutterliebe— das Erdenblut stockte — ihr Leben war aus — selig,selig stammelte sie an den zwei geliebten Herzen: „darf ichdenn noch nicht sterben?" — Du bist schon gestorben, sagteder freudig weinende Engel der drei Liebenden, und dortsteht die Erdkugel, aus der du kommest, noch im Schatten...Und die Wellen der Wonne schlugen hoch über die seligeWelt zusammen und alle Glückliche und alle Kinder sahenunsere Kugel an, die noch im Schatten zitterte.
Ja wol ist sie im Schatten. Aber der Mensch ist hö-her als sein Ort: er sieht empor und schlägt die Flügelsei-ner Seele aus, und wenn die sechzig Minuten, die wir sechzigJahre nennen, ausgeschlagen haben: so erhebt er sich und
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