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7 (1847) Leben des Quintus Fixlein
Entstehung
Seite
8
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imr der kleinste Thcil des Lebens gibt einer arbeitenden SeeleAlpen Revoluzionen Rheinfälle -- Wormser Reichs-tage und Kriege mitTerxes, und cs ist so fürs Ganze auchbesser; der längere Theil des Lebens ist ein wie eine Tenne plattgeschlagener Anger ohne erhabene Gotthardsberge, oft ein lang-weiliges Eisfeld ohne einen einzigen Gletscher voll Morgenroth.

Eben aber durch Gehen ruhet und holet der Mensch zumSteigen aus, durch kleine Freuden und Pflichten zu großen.Der siegende Diktator muß das Schlacht-Märzfeld zu einemFlachs- und Rübenfcld umzuackern, das Kriegstheater zueinem HauStheater umzustellen wissen, worauf seine Kindereinige gute Stücke aus dem Kinderfreund aufführen. Kanner das, kann er so schön aus dem Wege deö genialischen Glücksin den des häuslichen einbeugen: so ist er wenig verschieden vonmir selber,der ich jetzt wiewol mir die Bescheidenheit verbietensollte, eS merken zu lassen der ich jetzt, sag' ich, mitten unter derSchöpfung dieses Billets doch im Stande war, daran zu denken,daß, wenn es fertig ist, die gebacknen Rosen und Hollundertrau-ben auch fertig werden, die man für den Verfasser dieses inButter siedet.

Da ich zu diesem Billct noch ein Postskript (am Endedes Buchs) anstoßen will: so spar' ich einiges, was ich nochüber den dritten, halb satirischen halb philosophischen, Theildes Werks zu sagen hätte, absichtlich für die Nachschrift auf.

Hier lasset der Verfasser aus Achtung für die Rechteeines BillctS seine halbe Anonymität fahren und unterschreibtsich zum crstenmale mit seinem ganzen wahren Namen.

Hof im Voigtland, den 29. Juni 1795.

Jean Paul Fr. Richter.