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sic zu sehr weinte, und da ihm das in himmlische Milde zer-schmolzene Gesicht zu nahe war. Er suhr mit der bittersten,innersten Rührung fort: „Sind denn nicht alle meine Theuern„dahin, und gehst du nicht auch? Ach warum hat uns allen„das folternde Geschick das wächserne Bild eines Engels ans„die Brust gelegt *) und uns damit inS kalte Leben gesenkt?„O das weiche Bild zerbricht, und kein Engel erscheint — Ja,„du bist mir wol erschienen, aber du verschwindest, und die„Zeit zerdrückt dein Bild aus meinem Herzen—und das Herz„auch: denn wenn ich dich verloren habe, bin ich ganz allein.„Lebe aber wohl! Bei Gott, ich werde doch einmal im Ernste„sterben — und dann erschein' ich dir wieder; aber nicht wie„heute und nirgends als in der Ewigkeit. Dann will ich zu„dir sagen: „o Natalie, ich habe dich drunten mit unendlichen„Schmerzen geliebt: vergilt mir's hier!" — — Sie wollteantworten; aber die Stimme brach ihr. Sie schlug ihr großesAuge zum Sternenhimmel auf; aber cs war voll Thräncn.Sie wollte ausstehen; aber ihr Freund hielt sic mit der Handvoll Dornen und Blut und sagte: „Kannst du mich denn ver-fassen, Natalie?" — Hier stand sie erhaben auf, bog dasHaupt gegen den Himmel zurück, riß schnell die Thräncn weg,die sie nbcrströmten, und die fliegende Seele fand die Zunge,und sie sagte mit betenden Händen: „Du Allliebendcr — ich„Hab' ihn verloren — ich Hab' ihn wicdcrgcsundcn — die„Ewigkeit ist ans der Erde — mach' ihn glücklich bei mir!"Und ihr Haupt sank zärtlich und müde auf seines, und sie
Man gab sonst den Tobten wächserne Engclbilber mit insGrab.