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das nicht, in» einem Wehklagenden den Trost der Nene oderdes Gefühles zn nehmen, daß er das verlorne Wesen schönerliebe; sondern nnr nm den Stolz ans diese Reue nnd ausdieses Gefühl zn schwächen. —
Als Firmian noch spät das von der Tranerzcit ansgc-sognc, zernagte Angesicht seines alten Freundes, dessen Herzso wenig mehr besaß, gen Himmel blicken sah, als wenn erda zwischen den Sternen die geraubte Freundin suchte: sodrückte der Schmerz die letzte Thräne aus dem ausgcprcßtcnHerzen, nnd im Wahnsinn der Qual gab er sich sogar dieLeiden seines Freundes schuld, als hätte dieser sie ihm nichtfrüher zu verdanken, als zu vergeben gehabt.
Er erwachte mit der Müdigkeit des Schmcrzcns, d. h.mit der Verblutung aller Gefühle, die sich endlich in ein süßesZerfließen und ein tödtlichcs Sehnen auflösct. Er hatte saalles verloren, sogar das, was nicht begraben war. ZumSchulrathc dürft' er aus Besorgnis nicht gehen, daß er sichvcrrathc; daß er wenigstens die Ruhe des unschuldigen Man-nes, der mit der Hcirath einer noch vcrhcirathctcn Frau wedersein orthodorcs Gewissen, noch seinen Ehrgeiz hätte versöhnenkönnen, auf ein zweideutiges Spiel zu setzen wage.
Aber den Frisör Merbitzcr könnt' er mit einer vermindertenGefahr, sich zu verrathen, besuchen, nnd von ihm eine größereAussteuer von Nachrichten mitnchmcn.— UcbrigcnS hatte jetztdie Sense des Todes, mit den Banden der Liebe zugleich,alle seine Ketten nnd Knoten zerhauen; er schadete nun Nie-mand als sich, wenn er vor andern, ja vor der trauerndenNatalie seine Todtcnlarvc abzog und sich nnvcrmodcrt dar-stcllte — um so mehr, da ihm sein Gewissen an jedem schönen
Jean Pauk's auSgew. Werkt. IX. 24