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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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sie ließe ihr Leben so freudig für ihren Mann, wie er fürsic und ich wünsche oft nichts, als daß mein Vormann,ihr guter, unvergeßlicher, erster Ehcherr, Siebenkäs, der zu-weilen seine kleinen Launen hatte, ein Zuschauer des Wohlbe-findens seyn könnte, worin gegenwärtig seine thcuere Lenetteschwimmt. Sie beweint ihn jeden Sonntag, wo sic vor demGottesacker vorübcrgcht; doch bekennt sie- auch, daß sie esjetzo besser habe. Leider muß ich erst so spät von meinerFrau vernehmen, in welchen erbärmlichen Umständen sich derSelige mit seinem Beutel befunden; wie würde ich sonst ihmund seiner Gattin unter die Arme gegriffen haben, wie eseinem Christen gebührt! Wenn der Selige, der jetzo mehrhat als wir alle, in seinem Glanze herabsehen kann auf uns:so wird er mir gewiß verzeihen. Ich halte ergebenst umeine baldige Antwort an. Ein Grund der Herausgabe dervormundschaftlichen Gelder möchte dieß mit seyn, daß H. Heim-licher, der im Ganzen ein rechtschaffener Mann ist, nun nichtmehr vom H. von Meyern verhetzet wird; beide haben sichnun stadtkundig ganz mit einander übcrworfen, und letzterhat sich in Baircuth von fünf Verlobten losgcmacht und trittgegenwärtig mit einer Kuhschnapplerin in den Stand derh- Ehe.

Meine Frau ist ihm so gram, als es die christliche Liebenur erlaubt, und sie sagt, wenn er ihr begegne, sei ihr wieeinem Jäger, dem am Morgen eine alte Frau in den Wegtritt. Denn er habe zu manchem unnützen Vcrdrusse mitihrem Manne geholfen; und sie erzählt mir oft mit Ver-gnügen davon, wie hübsch Sic, Hochgeehrtester H. Inspektor,manchmal diesen gefährlichen Menschen abgekappt. In meinHaus wagt er jedoch keinen einzigen Tritt. Für heute