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Hoch-Edel g e b o r n c r,
In sonders hochz »ehrend er Herr Inspektor!
„Ew. Hoch-Edclgcborcn erinnern sich noch mehr als zn„gut der testamentarischen Verfügung, die unser beiderseitiger„Freund, der scl. H. Armcnadvokat Sicbenkäs, getroffen, daß„nämlich H. Heimlicher v. Blaise seine Pupillcngeldcr aus-„zahlcn solle — und zwar, wie bekannt, an Dero werthc Per-„son, die solche wieder an die Wittib zu extradircn habe, —„widrigenfalls wolle Testator als Gespenst auftrctcn. Letztem„sei, wie ihm wolle: so viel ist stadtkundig, daß allerdings seit„einigen Wochen ein Gespenst in Gestalt nnsers scl.-Freundes„dem H. Heimlicher überall nachgcsetzt hat, der darüber so„bettlägerig geworden, daß er das heilige Abendmahl genom-men und den Entschluß gefaßt, besagte Gelder wirklich hcr-„auszugebcn. Nun frag' ich hier an, ob Sie solche vorher„haben wollen, oder ob solche, wie fast natürlicher, sofort der„hintcrlaffcncn Wittwe cinzuhändigen sind. Noch Hab' ich an-„zumcrken, daß ich letztere, nämlich die gewesene Frau Siebcn-„käs, wirklich — nach dem Willen des Erblassers — seit ge-raumer Zeit gehcirathct habe, wie sie denn jetzt gesegneten„Leibes ist. Sie ist eine treffliche Haus- und Ehefrau; wir„leben in Ruhe und Einigkeit; sic ist gar keine Thaläa *), und
-*) Die Ehefrau des Pinarius, Thaläa, unter der Regierungdes Darg. superb, war die erste, die mit ihrer Schwieger-mutter Gcgania gezauket hat. Plut. im Numa. Vielleichtstellet einmal die deutsche Geschichte noch ehrenhafter dieerste Gattin auf, die nicht mit ihrer Schwiegermutter ge-keifct; wenigstens sollte ein deutscher Plutarch auf eine solcheJagd machen.