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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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so schirieg er auch. Er führte ihn nun denn er war inder ganzen Gegend bewandert einem andern Stein miteinem schöner» Namen entgegen, auf denfröhlichen Stein."Firmian that endlich, indem sic sich dazu den Berg hinaufarbeiteten, an ihn die mnthige Frage:sage mir's, ich bingefastet, geradezu und ans deine Ehre, wann gehest du ansimmer von mir?"Jetzt!" antwortete Heinrich. Unterdem Vorwand, den blühenden, in duftende Bergkränter geklei-deten Bergrücken leichter zu ersteigen, hielt sich jeder an dieHand des andern an, und unter dem Hinanfarbciten wurdejede aus scheinbar - mechanischem Zufall gedrückt. Aber derSchmerz durchzog Firmians Herz mit wachsenden größer» Wur-zeln und spaltete cs weiter, wie Wurzeln Felsen. Firmianlegte sich auf dem grauen Felsen-Vorsprung nieder, der abgc-trcnnt in die grünende Anhöhe wie ein Gränzstcin cingeschla-gen war; aber erzog auch seinen scheidenden Liebling an seineBrust herab:setze dich noch einmal recht nahe an mich" sagt'er. Sic zeigten, wie Freunde thnn, alles einander, was jedersah. Heinrich zeigte ihm das um den Fuß des Berges anf-geschlagene Lager der Stadt, die wie eingcschlnmmcrt zusam-mcngcsnnkcn schien, und in der nichts rege war als die stim-menden Lichter. Der Strom ringelte sich unter dem Mondemit einem schillernden Rücken wie eine Riesenschlange um dieStadt, und streckte sich durch zwei Brücken aus. Der halbeSchimmer des Mondes und die weißen durchsichtigen Nebelder Nacht hoben die Berge und die Wälder und die Erde inden Himmel, und die Wasser aus der Erde waren gestirnt,wie die blaue Nacht darüber, und die Erde führte, wie derUranus, einen doppelten Mond, gleichsam an jeder Hand einKind.